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Zeitplan für ein Vergabeverfahren

Eine kostenlose Zeitplan-Vorlage für ein Vergabeverfahren — von der Bedarfsfeststellung bis zum Leistungsbeginn. Bedarf und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, Zuschlagskriterien und Gewichtung, Vergabeunterlagen, die Angebotsphase mit Frist für Bieterfragen und fester Angebotsfrist, Wertung im Gremium und Vergabevermerk, Zuschlagsentscheidung mit der Informations- und Wartepflicht, dann Vertrag und Leistungsbeginn. Die meisten dieser Termine gehören anderen Leuten, und genau deshalb müssen sie in ein Diagramm.

Vorschau der Vorlage mit den Phasen auf einer Zeitachse

Was enthalten ist

Eine Ausschreibung ist ein Terminplan, der überwiegend aus der Zeit anderer Menschen besteht: Bieter, die Angebote schreiben, Wertungsgremien, die eine gemeinsame Woche finden, Juristinnen, die verhandeln, und ein Altdienstleister, der übergibt. Sie steuern den Starttermin und sonst herzlich wenig:

Die Zeit der Bieter gehört nicht Ihnen. Wenn Sie das Fenster zwischen der Veröffentlichung der Antworten auf Bieterfragen und der Angebotsfrist verkürzen, bekommen Sie kein schnelleres Verfahren, sondern weniger Angebote, schwächere Angebote und einen starken Anbieter, der absagt, weil er kein Team für eine ordentliche Antwort freistellen konnte. Am anderen Ende gilt dasselbe: Die Informations- und Wartepflicht nach §134 GWB besteht, damit unterlegene Bieter die Entscheidung überprüfen lassen können — sie läuft nach Kalendertagen, ganz gleich, wie dringend der Fachbereich mobilisieren will.

So passen Sie sie an

  1. Setzen Sie zuerst Angebotsfrist und Leistungsbeginn; beide werden meist von außen bestimmt, und alles andere passt sich dazwischen ein.
  2. Prüfen Sie die Mindestfristen Ihrer Verfahrensart, bevor Sie die gezeigten Dauern übernehmen — im offenen Verfahren oberhalb des Schwellenwerts sind es nach der Vergabeverordnung 35 Tage, unterhalb gilt die Unterschwellenvergabeordnung mit anderen Fristen.
  3. Blocken Sie die Kalender des Wertungsgremiums zeitgleich mit der Bekanntmachung — nicht der Wertungsaufwand, sondern die Verfügbarkeit der Gremienmitglieder lässt diese Phase kippen.
  4. Ergänzen Sie Zeilen für Referenzbesuche oder Teststellungen, wenn Ihre Wertung sie vorsieht; sie brauchen die Verfügbarkeit von Bietern und Referenzkunden und sind damit terminierte Arbeit.
  5. Verlängern Sie die Übergangsphase deutlich, wenn ein Altdienstleister Daten, Personal oder Anlagen übergibt — bei Personalübergang kommt ein Betriebsübergang nach §613a BGB mit eigener Informationsfrist hinzu.
  6. Führen Sie eine Zeile je Los, wenn die Vergabe in Lose geteilt ist, da Wertung und Zuschlag je Los zu unterschiedlichen Zeitpunkten fertig werden können.

Hinweise zur Terminplanung

Diese Vorlage ist auf Deutsch. Noch nicht übersetzte verwandte Seiten öffnen sich auf Englisch.

Häufige Fragen

Wie lange dauert ein Vergabeverfahren?

Bei einem größeren Auftrag üblicherweise sechs bis zwölf Monate von der Bedarfsfeststellung bis zum Leistungsbeginn. Die Vorlage nutzt rund zwölf Monate. Angebotsphase und Wertung sind die beiden Blöcke, die regelmäßig unterschätzt werden, weil beide von Menschen außerhalb des Projektteams abhängen.

Wie viel Zeit sollten Bieter zum Antworten bekommen?

Genug, um nach der Veröffentlichung der Antworten auf Bieterfragen ein ernsthaftes Angebot zu schreiben — bei umfangreichen Vergaben typischerweise vier bis sechs Wochen, länger bei komplexen Leistungen oder wenn eine Übernahme kalkuliert werden muss. Oberhalb der EU-Schwellenwerte gelten gesetzliche Mindestfristen; prüfen Sie sie, bevor Sie kürzen.

Wozu dient die Wartefrist nach §134 GWB?

Sie ist die Spanne zwischen der Information der unterlegenen Bieter und der Zuschlagserteilung. In ihr kann ein Bieter Auskunft verlangen oder ein Nachprüfungsverfahren bei der Vergabekammer einleiten. Sie beträgt fünfzehn Kalendertage, bei elektronischer Übermittlung zehn, und lässt sich nicht kürzen, um einen Mobilisierungstermin zu halten.

Warum steht die Frist für Bieterfragen im Diagramm?

Weil sie zwei Dinge steuert: den Tag, bis zu dem Ihr Team alle Antworten formuliert und veröffentlicht haben muss, und den Punkt, ab dem Bieter schreiben statt fragen. Wer sie nach hinten schiebt, hat still die Zeit zur Angebotserstellung verkürzt.

Kann ich die Vorlage für eine private Ausschreibung nutzen?

Ja. Lassen Sie die Zeilen zu Bekanntmachung und Wartefrist weg und behalten Sie die Abfolge — Fragefenster, feste Angebotsfrist, Wertung im Konsens, Verhandlung und Mobilisierung verhalten sich gleich. Die Disziplin, Antworten allen Bietern zu geben, lohnt sich in jedem Fall.

Ist die Vorlage für das Vergabeverfahren kostenlos?

Ja. Kostenlose Downloads als Excel, PowerPoint und CSV sowie kostenloses Bearbeiten online, ohne Anmeldung und ohne Wasserzeichen.

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